Muzaffer Kurt
„Malerei bedeutet für mich nicht zu sehen, sondern zu fühlen."
In meinen Arbeiten verwende ich Materialien wie Bleistift, Farbstift, Ölpastell, Kreidepastell, Acryl, künstlerische Spachtelmasse und Ölfarbe. Jedes davon findet seinen Platz entsprechend dem Gefühl, das ich ausdrücken möchte.
Für mich ist auch der Untergrund, auf dem ich arbeite, mindestens genauso wichtig wie das Material. Ich beschränke mich nicht auf Leinwand; ich arbeite mit alten Fenstern, Holzoberflächen und Materialien, die Spuren in ihrer Textur tragen.
Manchmal trage ich die Farbe schichtweise auf, manchmal wische ich sie ab, male neu, lasse die Oberfläche altern. Neben Pinseln verwende ich auch Spachtel in verschiedenen Größen und Maßen. Ich suche nicht nach Glätte, sondern nach Textur und Wahrhaftigkeit.
Meine Figuren schweigen meist. Durch Fenster und Innenräume erzähle ich nicht von der Außenwelt, sondern von den Gefühlen, die im Inneren zurückbleiben.
Wenn jemand, der die Bilder betrachtet, darin etwas von sich selbst findet, ist dieses Werk vollendet.
Muzaffer Kurt hat nach vielen Jahren im Bankensektor seinen Ruhestand angetreten und sein Leben der Malerei gewidmet, der er mit großer Leidenschaft verbunden ist. Seine künstlerische Reise, die in seiner Kindheit mit dem Zeichnen menschlicher Figuren begann, hat er im Laufe der Jahre durch die Entwicklung einer eigenständigen Bildsprache fortgesetzt. In seinen Werken, die Licht, Schatten und starke Farbübergänge in den Vordergrund stellen, thematisiert er menschliche Erlebnisse, alte Häuser, Fenster und Orte, die dem Zahn der Zeit trotzen.
Mit seiner ersten Einzelausstellung „Kayıp Yönler" (Verlorene Richtungen) trat er vor Kunstliebhaber; in dieser Ausstellung vereinte er Ölgemälde mit den Themen Natur und Mensch.
Später wandte er sich in seinen Werken der Verwendung von Recyclingmaterialien zu, insbesondere alten Fenstern und Türen als Leinwand, und entwickelte einen einzigartigen Ansatz, der die Spuren der Vergangenheit mit dem ästhetischen Verständnis der Gegenwart verbindet. In der Ausstellung „Pencereden Hayatın Ritmi" (Der Rhythmus des Lebens durch das Fenster), einem der bedeutendsten Beispiele dieses Ansatzes, interpretierte er jedes Fenster als Symbol eines Lebens und jede Tür als Symbol neuer Anfänge.
Sein Kunstverständnis fasst er mit folgenden Worten zusammen:
„Malerei bedeutet für mich nicht zu sehen, sondern Gefühle zu vermitteln. Jeder Pinselstrich erzählt die Geschichte eines erlebten Moments, einer vergessenen Gasse oder eines still wartenden Fensters."