Seit meiner Kindheit versuche ich, menschliche Emotionen zu verstehen. Mit der Zeit begann ich zu spüren, dass diese komplexen Gefühle nicht nur Menschen gehören. Ich kann dasselbe Gefühl in einem Menschen, einem Baum, einem verlassenen Raum oder sogar in einem einzigen Farbfleck erkennen.
Ich glaube, Menschen sind nicht verloren, weil sie eine Emotion empfinden, sondern weil sie niemanden finden können, der sie teilt. Wenn ich vor einem Gemälde stehe und meinen eigenen Gefühlen begegne, finde ich ein Gefühl der Erleichterung. Das ist es, was ich in meiner eigenen Praxis anstrebe: zu zeigen, wie tief universell Emotionen sein können.
Aus diesem Grund baut meine Arbeit auf Emotionen auf, nicht auf Bildern. Eine einzige Emotion kann viele Formen annehmen, und jede Serie erkundet ein anderes Gesicht desselben Gefühls.
Meine Gemälde existieren irgendwo zwischen Realismus und Abstraktion. Ich kombiniere realistische Figuren mit fremdartige Räumen sowie die spontanen Pinselstriche, die mich seit meiner Kindheit begleiten, mit einer kontrollierteren Bildsprache. Ich arbeite hauptsächlich mit Öl auf Holz und Leinwand und integriere dabei technologische Elemente in meinen Prozess. Für mich sind diese Ansätze keine Gegensätze, sondern verschiedene Teile derselben Bildsprache.
Ich möchte nicht, dass meine Gemälde zu einer einzigen Interpretation führen. Was mir wichtig ist, dass die Betrachter etwas von sich selbst im Werk finden – vielleicht sogar eine Emotion, die sie jahrelang mit sich getragen haben, ohne je die richtigen Worte dafür gefunden zu haben.
Dokuz Eylül University Master-Abschluss in Kunstpädagogik (M.A.)
Dokuz Eylül University Bachelor-Abschluss in Kunstpädagogik (B.A.)

