
ANFANG
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ANFANG: Mehr das Zurückkehren wählen als das Erschaffen…
Reißend, lösend, die Oberfläche zurücklassend…
Denn jede Form trägt eine Erinnerung dessen, was vor ihr kam.
Das Schwere ist die Rückkehr zum Anfang
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Elif Kılıç' Mehr von
Der Anfang ist nicht der erste Zustand einer Sache.
Es ist jener Moment, der noch nicht vollendet, noch nicht entschieden ist.
Diese Arbeit wählt das Zurückkehren mehr als das Produzieren.
Auflösend, entwirrend, die Oberfläche zurücklassend.
Denn jede Form trägt ein Gedächtnis dessen, was vor ihr kam.
Der Faden ist hier nicht ein Material, sondern ein Erinnern.
Was den Stoff ermöglicht, den Körper aufrecht hält,
unsichtbar aber bestimmend.
Der Anfang muss nicht ordentlich, sauber oder klar sein.
Er ist chaotisch, zerbrechlich, aber lebendig.
Er trägt die Möglichkeit des Zusammenkommens in sich.
Dieses Manifest glaubt nicht an das Vollendete,
sondern an das, was im Werden begriffen ist.
Denn das Sein wird am meisten am Anfang gespürt.
Faden / Körper / Gedächtnis
Der Faden ist eines der dem Körper nächsten Materialien.
Er berührt die Haut, folgt der Bewegung, behält die Spur.
Mit der Zeit krümmt er sich, wird weich, erinnert sich.
Jeder Faden bewahrt eine Berührung.
Eine Spannung, ein Gewicht, einen Zustand der Wiederholung.
Deshalb liegt das Gedächtnis nicht nur im Geist, sondern im Material selbst.
In dieser Arbeit verzichten die Fäden darauf, den Körper zu umhüllen
und nähern sich der inneren Ordnung des Körpers an.
Wie DNA-Stränge; unsichtbar aber bestimmend.
Die entstehende Struktur ist nicht die Silhouette eines Körpers,
sondern die Art, wie der Körper sich erinnert.
Chaotisch, bruchstückhaft, aber immer noch zusammen.
Das Gedächtnis ist hier nicht fest.
Es dehnt sich, löst sich auf, verbindet sich neu.
Genau wie der Körper.