
SCHWELLE
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Dieses Werk erinnert daran, dass die Linie zwischen innen und außen nicht fest ist.
Diese Oberfläche aus Lederabfällen und Stoffresten stellt nicht eine Tür dar; sondern den Ort, an dem man vor dem Übergang verweilt, die Schwelle.
Die deutlichen Nahtstellen darauf wurden nicht hinterlassen, um den Fehler zu verbergen, sondern um die Reparatur sichtbar zu machen. Denn jeder Übergang hinterlässt eine Spur.
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Elif Kılıç' Mehr von
Schwelle ist eine Sammlung, die die stillen Vergangenheiten von Materialien zusammenbringt, die als Abfall definiert werden.
Lederabfall und Stoffabfall werden in diesen Arbeiten nicht als Objekte ästhetischer Verbesserung behandelt; sondern als Oberflächen, die Getragensein, Eingriff und Spuren tragen. Nahtstellen werden bewusst nicht verborgen; im Gegenteil, jeder Verbindungspunkt wird zu einem sichtbaren Teil von Arbeit, Reparatur und Entscheidung gemacht.
Dieses Werk positioniert Objekte neu, anstatt sie "neu zu produzieren".
Die Grenze zwischen dem Hineingenommenen und dem Draußengelassenen wird in jedem Werk neu durchdacht. Schwelle ist hier keine Tür; sie ist eine Oberfläche, vor der man innehält, schaut und entscheidet, bevor man übergeht.
Jedes Stück behauptet, dass Wert nicht in Reinheit oder Perfektion aufgebaut werden kann; sondern in dem, was eingegriffen hat, Spuren hinterlassen hat und getragen wurde.
Schwelle zielt nicht auf die Transformation des Abfalls ab, sondern auf die Infragestellung des Konzepts des Abfalls selbst.