Anmaßende Unschuld

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ANSPRUCHSVOLLE UNSCHULD In dieser Serie repräsentieren die Figuren keine bestimmte Person; sie repräsentieren verschiedene Gemütszustände und Identitätsschichten von Charakteren, die im Geist des Künstlers entstanden sind. Jede Figur wurde als ein Porträt konzipiert, das die Spannung zwischen der inneren Welt des Individuums und dem Bild, das es der Außenwelt präsentiert, sichtbar macht. Die Beziehung, die die Figuren zum Betrachter aufbauen, geschieht direkt über den Blick. In der klassischen Maltradition wenden sich Figuren meist nicht dem Punkt zu, den der Betrachter betrachtet, sondern einer anderen Richtung innerhalb des Bildes. In dieser Serie hingegen stellt die Figur Augenkontakt mit dem Betrachter her. So hört das Bild auf, ein einseitiges Bild zu sein, und es entsteht eine gegenseitige Beziehung zwischen Betrachter und Figur. Die in der Serie verwendete bronzeglänzende Aura trägt eine Referenz, die an die Lichtringe in der byzantinischen Ikonografie erinnert. Hier wurde die Aura jedoch nicht so sehr als Repräsentation der Heiligkeit gedacht, sondern als eine Schicht, die den Gemütszustand und den psychologischen Bereich der Figur sichtbar macht. Die Ordnung oder Fragmentierung der Linien in der Aura deutet auf die innere Welt der Figur hin. Während Figuren mit ordentlicherer Aura die Zustände repräsentieren, in denen das Individuum sich selbst sieht oder gesehen werden möchte, stehen bei Figuren mit zerstreuterer Aura die Bewegung des Gemütszustands und innere Schwankungen im Vordergrund. Die Haltung der Figuren ist ebenfalls eine bewusste Wahl. Anstelle entspannter und alltäglicher Posen wurde eine deutlichere und kontrolliertere Körpersprache verwendet. Diese Haltung impliziert das Dasein und Sich-Zeigen der Figur vor dem Betrachter. Die Kleidung ist ein wichtiger Teil dieser Erzählung. Der Künstler nimmt beim Erstellen der Kostüme der Figuren Referenzen aus der Modewelt; diese Entscheidungen werden jedoch nicht nur getroffen, um einen ästhetischen Stil zu schaffen, sondern um einen gedanklichen Hintergrund zu etablieren. Mode wird hier zu einer Sprache, die nicht so sehr einen vorübergehenden Trend trägt, sondern die Identität der Figur und ihre Art der Selbstpräsentation. Die Clownsnase und die große Brille in den Figuren der Serie wurden nicht als ästhetische Erleichterung, sondern als bewusste Erschwerung verwendet. Diese Elemente sind Details, die normalerweise die Eleganz und den Ausdruck eines Gesichts verbergen könnten. Der Künstler bevorzugt es jedoch, die Figur gerade innerhalb dieser Hindernisse zu konstruieren. Das Ziel ist es, die Figur nicht über perfekte Schönheit, sondern trotz dieser Eingriffe als beeindruckende und starke Präsenz hervorzubringen. So bezieht die Figur ihre ästhetische Wirkung nicht aus Verzierungen, sondern aus ihrem Blick und ihrer Haltung. Diese kleinen Eingriffe schaffen gleichzeitig eine ironische Spannung im Bild. Die kontrollierte Welt der Mode-Ästhetik trifft auf die Verspieltheit des Clowns auf demselben Gesicht. Die Figur bewahrt innerhalb dieser Gegensätze sowohl ihre Anziehungskraft als auch stellt eine direkte Beziehung zum Betrachter her. A N S P R U C H S V O L L E U N S C H U L D In dieser Serie repräsentieren die Figuren weniger eine bestimmte Person, als dass sie die Spannung zwischen der inneren Welt des Individuums und dem Bild, das es der Außenwelt präsentiert, sichtbar machen. Die Figuren stellen direkten Augenkontakt mit dem Betrachter her; so hört das Bild auf, ein einseitiges Bild zu sein, und es entsteht eine gegenseitige Beziehung zwischen Betrachter und Figur. Die bronzeglänzende Aura um die Figuren verweist auf die Lichtringe in der byzantinischen Ikonografie. Hier repräsentiert die Aura jedoch nicht Heiligkeit, sondern den Gemütszustand und den psychologischen Bereich der Figur. Die Ordnung oder Fragmentierung der Linien in der Aura impliziert das Gleichgewicht oder die Schwankung in der inneren Welt der Figur. Die Kleidung in der Serie trägt Referenzen aus der Modewelt. Diese Entscheidungen werden jedoch nicht nur getroffen, um einen ästhetischen Stil zu schaffen, sondern um die Identität der Figur und ihre Art der Selbstpräsentation auszudrücken. Haltung, Blick und Kostüm arbeiten zusammen und lassen die Figur wie einen auf die Bühne getretenen Charakter erscheinen. Die Clownsnase und die große Brille in den Figuren sind keine ästhetische Erleichterung, sondern eine bewusste Erschwerung. Diese Elemente sind normalerweise Details, die den Ausdruck des Gesichts verbergen könnten, doch die Figur wurde innerhalb dieser Hindernisse konstruiert. Das Ziel ist nicht perfekte Schönheit, sondern trotz dieser Eingriffe eine starke und beeindruckende Präsenz zu schaffen.

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