
Moby Irgendwo I Istanbul
TR
Moby gehört nirgendwohin. Aber er kann überall stehen.
Er bereist keine Städte.
Er verweilt in ihnen.
Er schaut gerne,
aber er nimmt nicht alles in Besitz, was er sieht.
Für Moby sind Städte Haltestellen.
Manche durchquert man,
manche beobachtet man aus der Ferne,
manche stellt man sich nur vor.
Diese Serie
erzählt nicht von den Orten, wohin ein Hund geht,
sondern wie er dort verweilt.
Çiğdem Aygüç Ünver' Mehr von
Serienname: Moby Bi Yerde
Werk: Moby Bi Yerde — İstanbul
Technik:
Digitale Illustration. (Procreate)
Erstellt mit linearer Darstellung, begrenzter Farbpalette und sich wiederholender Charaktersprache.
Jedes Werk behandelt denselben Charakter in verschiedenen Städten.
Inspiration & Geschichte:
Die Serie Moby Bi Yerde hinterfragt die Idee der Zugehörigkeit zu einem Ort.
Moby "bereist" die Städte nicht; er steht in ihnen, verweilt, manchmal geht er vorbei, manchmal schaut er.
Die Städte in der Serie sind keine Hintergründe, sondern Seelenzustände:
İstanbul wird durchquert,
Paris wird aus der Ferne betrachtet,
Venedig wird als erträumter Ort behandelt.
Mobys Haltung ändert sich nicht von Stadt zu Stadt; nur die Umgebung ändert sich.
Dies ist eine bewusste Entscheidung. Denn diese Serie erzählt nicht von den Orten, die ein Charakter besucht, sondern davon, wie er dort verweilt.
Künstlerischer Ansatz:
In der Serie wurde weder Niedlichkeit noch touristische Darstellung angestrebt.
Minimalistische Darstellung, Stille und Leerstellen wurden bewusst bewahrt. Ziel war es, einen Raum zu schaffen, in dem der Betrachter seine eigene Erfahrung und sein Gefühl in das Projekt hineinlegen kann.
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İstanbul – Moby
In İstanbul hat Moby es nicht eilig.
Er muss nichts verpassen.
Die Menge spricht, die Stadt verstummt nicht.
Moby hört zu.
Das ist kein Ort, den er kennt,
aber er ist auch nicht fremd.
Durch İstanbul geht man hindurch.
In İstanbul bleibt man.
İstanbul geht durch einen hindurch.