
Moby irgendwo I Paris
TR
Moby gehört nirgendwo hin. Aber er kann überall stehen.
Er bereist keine Städte.
Er verweilt in ihnen.
Er schaut gerne,
aber eignet sich nicht alles an, was er sieht.
Für Moby sind Städte Haltestellen.
Manche durchquert er,
manche beobachtet er aus der Ferne,
manche stellt er sich nur vor.
Diese Serie
erzählt nicht von den Orten, wohin ein Hund geht,
sondern wie er dort verweilt.
Çiğdem Aygüç Ünver' Mehr von
Inspiration & Geschichte:
Die Serie Moby Bi Yerde hinterfragt die Idee der Zugehörigkeit zu einem Ort.
Moby "bereist" die Städte nicht; er verweilt in ihnen, hält sich auf, manchmal geht er durch, manchmal schaut er.
Die Städte in der Serie sind keine Kulisse, sondern Gemütszustände:
Istanbul als Ort, durch den man hindurchgeht,
Paris als Ort, den man aus der Ferne betrachtet,
Venedig als Ort, der erträumt wird.
Mobys Haltung ändert sich nicht von Stadt zu Stadt; nur die Umgebung verändert sich.
Dies ist eine bewusste Entscheidung. Denn diese Serie erzählt nicht von den Orten, an die ein Charakter geht, sondern davon, wie er dort verweilt.
Künstlerische Herangehensweise:
In der Serie wurde weder Niedlichkeit noch touristische Darstellung angestrebt.
Minimale Erzählung, Stille und Leerstellen wurden bewusst bewahrt. Ziel war es, einen Raum zu schaffen, in dem der Betrachter seine eigene Erfahrung und sein Gefühl in das Projekt hineinprojizieren kann.
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Paris – Moby
Paris will alles erzählen.
Die Tische, die Straßen, die Blicke.
Moby setzt sich hin.
Trinkt seinen Kaffee.
Diese Stadt will in Erinnerung behalten werden.
Moby entscheidet sich, nicht zu erinnern.
Manchmal reicht es, zu schauen.
Man kann auch vorbeigehen, ohne zu berühren.