
Moby an einem Ort I Venedig
TR
Moby gehört nirgendwo hin. Aber er kann überall stehen.
Er bereist keine Städte.
Er verweilt in ihnen.
Er schaut gerne,
aber er beansprucht nicht alles, was er sieht.
Für Moby sind Städte Haltestellen.
Manche durchquert man,
manche beobachtet man aus der Ferne,
manche stellt man sich nur vor.
Diese Serie
erzählt nicht, wohin ein Hund geht,
sondern wie er dort verweilt.
Çiğdem Aygüç Ünver' Mehr von
Inspiration & Geschichte:
Die Moby Bi Yerde Serie hinterfragt die Idee der Zugehörigkeit zu einem Ort.
Moby "bereist" Städte nicht; er verweilt in ihnen, hält sich auf, manchmal geht er hindurch, manchmal schaut er.
Die Städte in der Serie sind keine Kulisse, sondern Gemütszustände:
Istanbul wird durchquert,
Paris aus der Ferne betrachtet,
Venedig hingegen als ein Ort behandelt, der erträumt wird.
Mobys Haltung ändert sich nicht von Stadt zu Stadt; nur die Umgebung ändert sich.
Das ist eine bewusste Entscheidung. Denn diese Serie erzählt nicht, wohin ein Charakter geht, sondern wie er dort verweilt.
Künstlerischer Ansatz:
In der Serie wurde weder Niedlichkeit noch touristische Darstellung beabsichtigt.
Minimale Erzählweise, Stille und Leerstellen wurden bewusst beibehalten. Es war das Ziel, einen Raum zu schaffen, in den der Betrachter seine eigene Erfahrung und sein Gefühl projizieren kann.
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Venedig – Moby
Venedig ist keine Stadt.
Es ist ein Gedanke.
Moby ist, selbst wenn er dort ist,
nicht dort.
Wasser fließt, Häuser schwimmen,
Zeit wird etwas trüb.
Venedig wird nicht erinnert.
Venedig wird erträumt.
Moby macht es genauso.